Methode

A Deck of Lenses

Die Karten zum zugehörigen Buch The Art of Game Design von Jesse Schell sind für die Entwicklung und Vertiefung des Designs digitaler Spiele entwickelt worden. Sie können zum gleichen Zweck auch für die Verbesserung angewandter Spielformen verwendet werden.

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A Deck of Lenses

Weitere Infos

Bild: A Deck of Lenses von Jesse Schell; ©Schell Games; Foto: Ralf Schmidt

ERGEBNIS

Das Kartendeck erlaubt Experten, im Detail ein Konzept aus der Sicht eines Spieldesigners zu reflektieren und Schwachstellen wie Verbesserungsmöglichkeiten aufzudecken.

WANN

Ab Start der Konzeption einer Idee. Der Einsatz ist in jeder Iteration eines Konzeptstandes möglich und empfehlenswert.

VORHER

Phase 3 – Ideation, eine oder mehrere Konzeptideen wurden ausgewählt und weiterentwickelt.

NACHHER

Nächste Iteration des Konzeptes

WER

Designer

MATERIAL

A Deck of Lenses (ISBN-13: 978-0692288870); App für Smartphone „The Art of Game Design: A Deck of Lenses” im Google Play Store und Apple iTunes Store

WISSEN

Vorwissen im Bereich Spieledesign und angewandte Spiele sowie bereits reflektiertes eigenes Spielverhalten sind hilfreich.

ABLAUF

Methodisch:
Das Designteam teilt das komplette Set unter sich auf. Karte für Karte wird gelesen und anhand ihrer Relevanz für das aktuelle Konzept einsortiert oder beiseite gelegt.
Zufällig:
Jeder Teilnehmer im Team erhält bis zu fünf zufällig ausgewählte Karten und wenige Minuten Zeit, anhand der Fragen Verbesserungen und Ideen für das Konzept aufzuschreiben.
In einem zweiten Schritt stellt jeder Teilnehmer seine Sortierung und Assoziationen zu den Karten vor. Die Ideen werden diskutiert, gesammelt und für die Weiterentwicklung des Konzeptes priorisiert.

AUFWAND

Zwei oder mehr Teilnehmer. Das methodische Vorgehen braucht einen Zeitraum von zwei bis drei Stunden. Die zufällige Variante benötigt pro Teilnehmerzahl fünf bis zehn Minuten. Der Zeitaufwand kann durch eine Vorsortierung und Reduzierung der Kartenanzahl anhand ihrer Kategorien vorgenommen werden, z. B. nur Karten mit Bezug zu Spielmechaniken.

 


Theorie Deck of Lenses

Das Deck of Lenses besteht aus insgesamt 113 Karten, die kreativ anregen und ein bestehendes Game Design hinterfragen. Sie sind die Kurzform der ausführlicheren Beschreibungen des zugehörigen Buches „The Art of Game Design“ von Jesse Schell, CEO von Schell Games und Professor am Entertainment Computing Center der Carnegie Mellon University, USA. Die Karten wurden für das Design von Spielen entwickelt. Daher wirken einige der Lenses recht speziell und unpassend für spielbasierte oder gamifizierte Anwendungen. Bei ernsthafter Auseinandersetzung und Transfer der Fragen in den eigenen Kontext bieten sie jedoch eine wertvolle Hilfestellung für das Hinterfragen und Weiterentwickeln eines bestehenden Konzeptes.

Aufbau der Karten

Die Karten sind beschrieben durch einen Titel, eine laufende Nummer und ein Symbol. Das Symbol setzt die Lens in Beziehung zur Spielerfahrung, dem Spieler, den Spielmechaniken, dem Prozess der Entwicklung oder dem Designer. Eine Karte kann mehreren Kategorien zugeordnet sein. Unterhalb der Illustration findet sich eine Aussage zu Ziel und Herausforderung. Durch die darunter stehenden Fragen geben einem Designteam Führung und Anleitung ein Spiel zu überprüfen und zu hinterfragen. Ersetzt ein Konzeptteam den Begriff „Spiel“ mit seinem eigenen Projekt, lassen sich viele der Fragen im Übertragenen Sinne stellen oder stellen sich in ähnlicher Form auch in anderen Disziplinen. Die Lens of Accessibility zum Beispiel hinterfragt die Einsteigerfreundlichkeit und Gebrauchstauglichkeit eines Produktes.