Methode

Play-Persona

Mit der Persona-Methode wird ein prototypischer Nutzer in einer Art Steckbrief dargestellt.
Die vorgestellte Variante „Play-Persona“ erhält zudem Angaben zu Spielertyp und Spiele-
Motivation.

Downloads zur Methode

Methodenblatt Play-Persona

Weitere Infos

Version: Februar 2016
Bild: Erster Entwurf einer Play Persona in einem Gamification Workshop; ©PIC

ERGEBNIS

Die Play-Persona ist das Kondensat der wichtigsten Erkenntnisse aus der Analysephase. Sie ist der prototypische Nutzer, der in allen weiteren Phasen die Entwicklung begleitet.

WANN

Ende der Analysephase

VORHER

Gesamtes Analysevorgehen

NACHHER

MIt den Play-Personas geht es in die Ideenphase

WER

User Researcher, Designer

MATERIAL

Eventuell Persona-Vorlage (z. B. von www.usetree.de/methode-personas)

WISSEN

Prinzipiell ist kein Vorwissen nötig. Arbeitserfahrung mit Personas ist aber hilfreich, um die Charaktere relevant und ausgewogen zu erstellen.

ABLAUF

Analyseergebnisse, demografische Daten, Kontextwissen und alle weiteren Erkenntnisse der Analysephase fließen in die Ausgestaltung der Persona ein. Mit diesen Erkenntnissen ausgestattet, werden die Charaktere formuliert, wird ihnen „Leben eingehaucht“, indem man sie definiert, ihnen ein Gesicht gibt und eine Geschichte.

AUFWAND

Wenn alle Analyseergebnisse aufbereitet vorliegen, ca. ein halber Arbeitstag zur Erstellung einer Persona


Theorie Play-Persona

Die Persona-Methode ist ein im UX-Design beliebtes Instrument, um für alle Projektbeteiligten eine Nähe zur Nutzergruppe herzustellen. Sie ist eine Art Steckbrief eines prototypischen Nutzers. Sie enthält für das Projekt/Produkt relevante Informationen, wie z. B. demografische Daten, biografisch Relevantes, Vorlieben am Produkt, Hürden und Schwierigkeiten in der Nutzung, Motivation zur Nutzung sowie Handlungskontexte und -abläufe bezogen auf das Produkt.

In die Play-Persona werden zusätzlich alle Erkenntnisse aus der Analysephase bezüglich Spielertypen und Spielewirkweisen eingearbeitet. Diese können übergreifend in der allgemeinen Nutzungsmotivation oder aber auch explizit als z. B. Spielevorlieben erscheinen.

Tipps zur Erstellung der Play-Persona:

Die Analyseergebnisse sollten auf die wichtigsten Anforderungen reduziert sein und in die Beschreibung der Personas eingearbeitet werden.

  • Es reichen Stichpunkte für kurze Faktendarstellungen, Texte sollten kurz und prägnant sein.
  • Es hilft, den Personas Aussagen „in den Mund zu legen“. Dabei sollte die Spielertyp-Einordnung bei allen Äußerungen und Handlungsbeschreibungen mit bedacht werden.
  • Ein passendes Bild (Alter, Geschlecht, ethnische Herkunft, Kleidungsstil/Uniform etc.) hilft, die Persona besser zu erfassen und zu erinnern.
  • Grafiken statt Text lockern optisch auf und erhöhen beim Erstellen mehrerer Personas die Vergleichbarkeit zwischen den Charakteren und erleichtern die Lesbarkeit.

Persona-Methode bei Usetree: www.usetree.de/methode-personas
Ein alternatives Persona-Vorgehen ist zu finden bei dem Partnerprojekt Design4Experience:
www.design4xperience.de/methoden/analysemethoden/beduerfnispersona/