Phase 3
Idee (Ideation)

Die Informationen aus Phase 2 werden in einem Designprozess mit den ersten Ideenskizzen, projektstrategischen Zielsetzungen und der Planung aus Phase 1 abgeglichen, validiert und wenn notwendig redigiert. Es ist nicht unüblich, die zuvor entstandenen Ideen aufgrund der gewonnenen Erkenntnisse auch vollständig zu ersetzen. Entsprechend beinhaltet diese Phase eine deutliche Unsicherheitsreduktion für den weiteren Projektverlauf.

Die Ideenphase bildet den Start des Schaffensprozesses für ein Projekt. Alles beginnt mit der ersten Idee. Um diese zu finden hilft es, zunächst einen großen Raum vieler Ideen aufzuspannen und dann diesen Raum anhand geeigneter Kriterien Stück für Stück wieder zu verkleinern, bis eine für Nutzer und Projektziel passende und realisierbare Idee gefunden wurde.

Dieser Prozess sollte für jedes Projekt individuell angepasst werden. Es lassen sich aber im Überblick allgemeine Schritte zur Vorgehensweise definieren, die hier nachfolgend aufgeführt sind.

BETEILIGTE

Auftraggeber, User Researcher, Fachliche Experten, Designer

INPUT

Aufbereitete Informationen, Artefakte und Play-Personas aus den Phasen Sondierung und Analyse. Eine Reihe unterschiedlicher Spiele, Bewertungskriterien für Konzeptskizzen.

THROUGHPUT

Die Durchführung der Phase, im User-Centered-Design auch Ideation genannt, eine Zusammensetzung aus dem englischen Idea und Creation, erfolgt in der Regel als Workshop(serie). Ziel ist, die durch Spielerlebnisse geprägte Erfahrung der Beteiligten als Quelle der Inspiration zu nutzen und dabei an geeigneter Stelle die Nutzer und ihre in der Analyse erfahrenen Eigenschaften und Herausforderungen mit einzubringen. Diese beiden Schritte sind Hauptaufgabe der Konzeptgruppe. Auftraggeber und spätere Nutzer der Lösung sollten in diesem Schritt auch beteiligt sein.

Um das entsprechende Mindset zu gewinnen, ist es zielführend, zu Anfang dieser Phase und in den Workshops eine Vielfalt von Spielen auszugeben und im Anschluss eine Diskussion mit dem Fokus auf die erlebte Spielerfahrung zu führen (Verweis Methode Einstimmung auf Spiel). So schärft Spielen den Fokus auf das Ziel einer erlebniszentrierten Entwicklung, begünstigt einen notwendigen Abstand vom konkreten Anwendungsfall und dadurch die Entstehung innovativer Ideen.

Mit dem Versuch der Abbildung der Spielerfahrung und Spielmechaniken auf den Anwendungsfall vollzieht sich der erste von zwei Transferschritten (Schmidt et al. 2015). Dabei dienen die zuvor entwickelten Artefakte, besonders die Segmentierung und die User Journey als Richtschnur. Der folgende zweite Transferschritt ist die Ausgestaltung der Ideen in Phase 4.

OUTPUT

Am Ende der Ideenfindung stehen eine Reihe bewerteter Konzeptpapiere mit inhaltlichen und projektstrategischen Zielen und Informationen (Dauer, Wirkradius, Kosten, Risiken, usw.). Die Dokumentationen enthalten zwingend auch grafische Darstellungen der Ideen zur Verdeutlichung. Eine redigierte Fassung des Business Case, der strategischen Zielsetzungen sowie der Qualitätskriterien rundet die Phase ab.

TOOLS

Motivationskartendecks, Mechanics Cards, Erlebnisqualitäten, Idea Canvas, Lego Serious Play, Personas, Ideation Workshop

Die Ideenphase bildet den Start des Schaffensprozesses für ein Projekt. Alles beginnt mit der ersten Idee. Um diese zu finden, hilft es, zunächst einen großen Raum vieler Ideen aufzuspannen und dann diesen Raum anhand geeigneter Kriterien Stück für Stück wieder zu verkleinern, bis eine für Nutzer und Projektziel passende und realisierbare Idee gefunden wurde.

Dieser Prozess sollte für jedes Projekt individuell angepasst werden. Es lassen sich aber im Überblick allgemeine Schritte zur Vorgehensweise definieren, die hier nachfolgend aufgeführt sind.